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Die Jagd


Die Jagd ist ein besonders dunkles Kapitel in der Chronologie des moralischen Zerfalls und der Umweltzerstörung. Wenn früher bei den Naturvölkern die Jagd lediglich der momentanen Nahrungsbeschaffung diente und nur so viele Tiere gejagt und getötet wurden, wie die Sippe zum Überleben benötigte, so ist heute die Dekadenz unter den Menschen soweit fortgeschritten, dass sie sich aus dem Töten einen „prickelnden“ Sport gemacht haben (wie die Jäger selbst zugeben), mit dessen Trophäen sie auch noch prahlen und sich wichtig machen. Und die Gesellschaft schweigt. –

Allein in Deutschland stirbt alle 6 Sekunden ein wehrloses Tier durch den Schuss eines Jägers!

In einer Umfrage des GEWIS-Instituts in Deutschland vom Juli 2002 ergab sich, dass 80% aller Befragten die Jagd ablehnen. Dennoch ist es möglich, dass in Deutschland das Morden an den Wildtieren nicht untersagt wird, obwohl nur 340.000 Jäger dieses Tun vor den Politikern rechtfertigen. Sie argumentieren, dass die Wälder vor der Zerstörung durch die Wildtiere geschützt werden müssten und dass der Abschuss einer gewissen Anzahl von Tieren unumgänglich sei.

Das ist nicht wahr – Es sind Jägerausreden!

Der sogenannte „Verbissschaden“ in den Wäldern durch Wildtiere taucht im Waldschadensbericht nicht einmal auf. Um wieviel höher ist da der Umweltschaden an den Bäumen, verursacht durch die Auto- und Industrieabgase, sowie durch die Landwirtschaft mit ihren Ammoniak-Ausdünstungen und mit ihren Unmengen von Mist und Gülle, die zur Übersäuerung der Böden führen und damit zum Waldsterben beitragen. – Trotzdem werden die Tiere von den Behörden zum Abschuss freigegeben.

Ebenso wenig gibt es einen Hinweis dafür, dass die Wälder und Fluren von Wildtieren überbevölkert wären, würde man sie nicht durch die Jagd vermindern. In vielen Ländern wird gerade in Naturschutzgebieten mit Jagdverbot nachgewiesen, dass sich die Population der Tiere von selbst reguliert, wenn der Mensch nicht eingreift. Die Jäger wollen es nicht wahrhaben und informieren die Bevölkerung falsch, um weiterhin ihrem bestialischen „Sport“ nachgehen zu können.

Es spielt auch gar keine Rolle, welche Form der Jagd man betrachtet, ob es die Jagd auf Rotwild ist, auf Wildschweine, auf Robben, Singvögel oder den Fuchs, ob man die Jagd auf den wilden Fasan oder die Gänse, den Grizzlybären, den Elch, den Tiger, den Löwen, den Elefanten oder das Nashorn, den Wal oder die Lachsforelle meint, – jede Form der Jagd ist ein schrecklicher, brutaler und dekadenter Zeitvertreib, der eines Menschen unwürdig ist und für die betroffenen Tiere ein unsägliches Leid bedeutet.

Seien wir wieder einmal ehrlich zu uns selbst! Wir wissen doch genau, dass es sich sowohl beim Krieg, wie auch bei der Jagd um eine unmoralische Handlung handelt; – also warum beschönigen und sich hinausreden?

HÖREN WIR ENDLICH AUF DAMIT!


Bild: Oh, Traditionen unserer Vorväter ...

Oh, Traditionen unserer Vorväter ...


Nicht anders verhält es sich natürlich mit den Stierkämpfen in der Arena, bei welchen der Stier bis zu höchster Wut gereizt, mit Stichen von winzigen Lanzen, die in seiner Haut stecken bleiben, angestachelt und vom Pferd herab mit dem Speer immer stärker verwundet wird, um schließlich vor aller Augen der Bevölkerung „heldenhaft und majestätisch“ vom goldverbrämten Matador mit dem Schwert erstochen zu werden. Tradition! Aber was ist sie wert? – Das ist hier doch die Frage! Ein qualvoller, feiger Mord, bejubelt und gefeiert von einer blutrünstigen Zuschauermenge im 21. Jahrhundert! ... Was braucht es noch, bis intelligente, verantwortungsbewusste Menschen rufen: STOPP!

Was sind wir für Menschen geworden, dass wir solches Tun
einfach hinnehmen, ohne uns erschüttern zu lassen!

Was sind wir für Menschen geworden, dass wir solches Leiden unserer Mitgeschöpfe
gar nicht mehr nachempfinden können und uns daraus einen Sport
oder gar ein Geschäft machen können!


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